Hannover verfügt über ein sehr gut ausgebautes Nahverkehrsnetz (ÖPNV), das in den Verkehrsverbund GVH eingebettet ist. Dazu gehören Busse, S-Bahnen, Stadtbahnen und Regionalbahnen. Viele der Haltestellen sind bereits barrierefrei. Barrierefreie oder teilweise barrierefreie Verbindungen können über die Fahrinfo des GVH gesucht werden (Klick auf Verbindungsoptionen -> Ungehindert Reisen).

Bus

Alle Busse der üstra verfügen über Niederflurtechnik und Elektrorampen, auch bei der RegioBus sind inzwischen fast alle Fahrzeuge mit Niederflurtechnik und Rampe ausgestattet. Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2010 bedient die RegioBus die Linien 300, 500, 700 nur noch mit Rampenbussen. Auch die Unternehmen, die im Auftrag von üstra und RegioBus fahren, setzen zunehmend Niederflur-Fahrzeuge ein.. Viele Haltestellen haben zudem ein Blindenleitsystem. RollstuhlfahrerInnen sollten sich gut sichtbar an der Haltestelle aufstellen, damit die Busfahrerin oder der Busfahrer sie wahrnimmt. Der Einstieg befindet sich bei kurzen Bussen hinten, bei Gelenkbussen in der Mitte. Ein blauer Klingelknopf mit Rollstuhlsymbol ruft die Fahrerin oder den Fahrer zum Herausklappen der Rampe und zum Ein- und Aussteigen. Wer einen Schwerbehindertenausweis mit gültiger Wertmarke besitzt, fährt kostenfrei. Wer das Merkzeichen “B” besitzt, darf auch eine Begleitperson kostenlos mitnehmen. Für Sehgeschädigte verfügen die Busse über eine akustische Ansage der nächsten Hallestelle.

Stadtbahnen

In die silbernen Stadtbahnwagen (TW2000) können Mobilitätseingeschränkte überall einsteigen. In jedem Wagen findet sich zwischen der ersten und zweiten Tür ein Bereich mit hochklappbaren Sitzen. Diese Plätze sind extra für Rollstuhlfahrer, Rollatoren und Kinderwagen gedacht.

Die grünen Stadtbahnwagen (TW6000) besitzen eine Stufe zwischen Bahnsteigkante und Fahrzeug, die nicht mit allen Rollstuhlmodellen überwunden werden kann. An der jeweils dritten Tür wurde bei vielen Stadtbahnwagen dieses Typs deshalb die Mittelstange weggelassen, sodass dort der Einstiegsbereich deutlich verbreitert ist. Orangefarbene Streifen über der Tür zeigen an, wo sich solche breiten Zustiege befinden. An anderen Türen sollten Fahrgäste mit Kinderwagen oder Rollator den breiteren Teil des Eingangs benutzen. Die jeweils vorderste und hinterste Tür sollten sie möglichst meiden. In den Fahrplänen sind alle grünen Stadtbahnen mit einem „X“ markiert.

S-Bahnen, Regionalbahnen

In den RegionalBahnen (RB), den Regional-Express-Zügen (RE) und den S-Bahnen der Deutschen Bahn (DB) sind die meisten Wagen für Rollstuhlfahrer geeignet. Die Bahnsteige der S-Bahnen sind ebenerdig oder über Rampen und Aufzüge zu erreichen. Mobilitätseingeschränkte können in der Regel überall problemlos zusteigen.

Das sollten mobilitätseingeschränkte Fahrgäste der Deutschen Bahn wissen:

  • Bei jeder eingesetzten S-Bahn verfügt mindestens ein Fahrzeug über einen höhengleichen Einstieg.
  • Bei Ein-Wagen-Zügen werden grundsätzlich nur Wagen mit höhengleichem Einstieg eingesetzt.
  • Wer auf jeden Fall ohne Stufe und Spalt einsteigen möchte, sollte sich an die Spitze des Zuges begeben.
  • An der vordersten Fahrgasttür befindet sich eine Klapprampe beziehungsweise ein Lift, den der Lokführer für Sie bedient.

Alle Züge der metronom sind mit einer Einstiegsrampe im Steuerwagen ausgestattet. Fährt der Zug Richtung Uelzen, befindet sich dieser am Anfang des Zuges. Richtung Göttingen ist die Rampe am Zugende. Die Rampe wird von einem Fahrgastbetreuer bedient. Den können Sie über die Taste „Rollstuhl“ rufen, die sich außen an der vorderen Tür des Steuerwagens befindet.

Spaltüberbrücken an allen Türen und eine zusätzliche Rollstuhlrampe in einem gekennzeichneten Zugabschnitt finden sich in den enno Zügen. Reisende, die Hilfe benötigen, können Ihre Fahrt im Vorfeld telefonisch unter der Rufnummer 0581 97164-174 oder per E-Mail an kundenservice@der-enno.de anmelden.

In den Zügen von erixx können im Mehrzweckbereich Rollstühle mit Gurten gesichert werden. Die Niederflurtechnik erleichtert den Ein- und Ausstieg. Bei Bedarf können von den Fahrgastbetreuern zusätzlich Rampen angelegt werden. Dieser Wunsch sollte mindestens 24 Stunden vor Fahrtantritt telefonisch unter 05191 96944-0 oder per Mail an info@erixx.de angemeldet werden.

Die Regionalzüge der WestfalenBahn verfügen über eine rollstuhlgerechte WC-Kabine, die auch für Elektrorollstühle geeignet ist. Außerdem gibt es Spaltüberbrückung an allen Türen. Die Tragkraft der manuellen Rollstuhlrampe beträgt 350kg. Bitte melden Sie bei Bedarf Ihren Fahrtwunsch am Vortag bis 17.00 Uhr unter dem WestfalenBahn-Infotelefon 0521 55777-755 oder per Mail an info@westfalenbahn.de an.

Weitere Infos gibt es auf den folgenden Seiten:
//www.gvh.de/service/ungehindert-mobil/